25 Jahre Fernwärme Schwandorf – vom Ersatzprojekt zum Erfolgsmodel

25 Jahre gibt es in Schwandorf nun die „heiße Fernwärme“. Bereits Anfang der 80er Jahre bezog die Stadt Schwandorf Abwärme aus dem Bayernwerk, zur Versorgung kommunaler Liegenschaften. Aber die Tage des Bayernwerkes wahren gezählt , und so musste eine Alternative her. Diese besteht seit jener Zeit aus der kontinuierlichen Wärmelieferung des ZMS. Heiß, heißt diese deswegen weil die Nenntemperatur die durch die Leitung fließt bei ca. 130 Grad liegt.

Am Beginn tat sich das Projekt schwer, waren doch vor einem Vierteljahrhundert die Preise für herkömmliche Brennstoffe noch ganz anders gelagert, auch von Energiewende war nicht die Rede. Um so bemerkenswerter ist es das so ZMS Verbandsdirektor Knoll, das was die Wissenschaft als energetisch nachhaltige Lieferung von Strom und Wärme im urbanen Raum in zahlreichen Studien seither aufgezeigt wurde in Schwandorf heute schon Realität ist.

Heute betreibt die Fernwärme der Stadt Schwandorf ein Leitungsnetz von 58.583 m das entspricht übrigens dem doppelten in Rohrleitungsmetern. Die Anzahl kommunaler und privater Gebäude hir aufzuzählen würde den Rahmen deutlich sprengen, aber in Hochzeiten kann rund 1/3 der Bevölkerung versorgt werden, Tendenz steigend. Mit über 46.000 KW Kundenanschlussleistung zählt man zurzeit zu den Top-Ten der Fernwärmelieferanten in Bayern. Oder anders ausgedrückt man ersetzt rund 7,8 Millionen Liter Heizöl im Jahr.

Auch Finanziell ist das einstige Versuchsprojekt ein Erfolg 1,4 Millionen Altschulen sind längst abbezahlt, und 28,5 Millionen Investkosten hindern die Fernwärme nicht daran seit Jahren Gewinne zu erwirtschaften und für diese Gewerbesteuer an die Stadt zu zahlen, seit 2015 immerhin mehr als 500.000 Euro.

Und dann ist die Fernwärme noch sozusagen ein „Hingucker“ in der Stadt. In Schwandorf gibt es anstatt grauer Betonbetriebsgebäude Kunst! Dafür verantwortlich zeichnet der Schwandorfer Künstler Markus Raab der schon zahlreiche dieser Betriebswürfel zu seiner Leinwand gemacht hat.

Uns so gab es zurecht zum 25sten ein Gläschen auf dem Betriebsgelände… wie sagt man nicht so schön:Auf die nächsten 25!

© ThomasStarringer 2021