Daten und der Umgang damit, ein Dauerbrenner

Bild: Corel Stock, Corel Co.

Das beweist der gerade aktuelle Fall der gehackten Politikerdaten. Obwohl hier offiziell beschwichtigt wird da anscheinend keine Geheimnisse der Republik betroffen sind, ist es doch genau das was der „Ottonormalverbraucher“ als Problem sieht. Wenn plötzlich das Handy nicht mehr stillsteht oder das Mailfach bzw. der Messenger explodiert.

Was kann man nun also dagegen unternehmen. Immer wieder ist der Standard-Expertenrat zu hören:

Passwörter so kompliziert wie möglich zu machen. Für jede Anwendung ein eigenes zu verwenden und diese regelmäßig auszutauschen. GPS, Kamera, Adressbuch und Co im Handy blockieren. Keine unbekannten Mailanhänge öffnen. Und überhaupt möglichst nirgends Daten anzugeben wo es nicht zwingend notwendig ist.

Wenn das mal so einfach wäre in der digitalen Republik!

Müssen wir also mit einem gewissen Risiko Leben?

Es scheint so! Schon das installieren einer simplen Handyapp fordert Zugriff auf allerlei datenerzeugende Funktionen: Kamera, GPS, Kontakte usw. Auch ein zeitgemäßes betreiben einer Webseite (so wie unsere) kommt einfach nicht mehr ohne Datenerhebung aus, will man gleichzeitig auf den social medias präsent sein verlängert sich die Datenschutzerklärung gleich mal um einige A4 Seiten. Einkaufen, E-Banking, Navi und und und. Eben alle die Dinge die inzwischen schon zu unserem Lebensstandard gehören. Vorbei sind die Zeiten in denen es schon etwas besonderes war wenn die Festnetznummer nicht im Telefonbuch stand. Hier liegt auch die Problematik der Sache begraben, denn den Informationsaustausch der meisten dieser Anwendungen können wir selbst weder vermeiden noch kontrollieren, hier sind die Betreiber dieser Dienste in der Pflicht, und das übrigens schon immer und nicht erst seit Juli 2018.

Hacking,
ist aber dann nochmal eine andere Hausnummer denn hier wird ja mutwillig per Straftat versucht Zugang zu Daten zu erlangen. Das hängt natürlich unabdingbar mit der Datensicherheit zusammen aber, es steckt hier natürlich eine andere Motivation dahinter. Nur was kann man eben dagegen tun. Eigentlich nur die Hürde so hoch legen wie es eben möglich ist. Auch im virtuellen Raum gilt wohl der Spruch:

100% Sicherheit gibt es nicht. Da hilft auch kein DSGVO.

Zurück zum Standartrat, die vernünftigste Formulierung dessen die ich gefunden habe ist folgende: Einfach so machen wie man das zur Zeit der Wahlscheibentelefons auch gemacht hat. Da hat man Adresse, Telefonnummer und Co auch rausgegeben, entweder weil es nicht anders ging oder weil man Vertrauen zum Empfänger hatte. War das nicht der Fall dann hielt man die Informationen zurück. Das gilt übrigens auch für alle Arten von Posts: Wenn ich etwas öffentlich Poste dann sollte es so sein wie öffentlich geäußert, denn im Prinzip ist es ja nichts anderes.

Einen Vorteil hat allerdings der aktuelle Vorfall: Unsere Spitzenpolitiker handeln bekannterweise immer dann schnell wenn Sie selbst betroffen sind. Ob dann allerdings für die Zukunft etwas praktisch verwertbares für die Allgemeinheit dabei herauskommt bleibt abzuwarten.