Die anhaltende Walpurgisnacht von Schwandorf

Machten sich ein Bild von der mutmaßlichen Zerstörung Adriana Feldmeier, Johannes Lohrer, Oberbürgermeister Andreas Feller, Bernhard Dommer (von links nach rechts). © Stadt Schwandorf, Josef Fischer

Wir schreiben den 30.April und da ist einem manchmal schon etwas mulmig wenn´s um die „Streiche“ geht die eventuell heute Nacht zu erwarten sind. Das alles was über harmloses Klingeln hinausgeht ein Fall für Ordnungskräfte und im Nachgang die Justiz ist ist hinlänglich bekannt.

„Die Freinacht in Bayern ist kein Freibrief für Chaoten und Straftaten!“ Mit diesen deutlichen Worten hat heute Bayerns Innenminister Joachim Herrmann vor übertriebenen Freinachtscherzen in der Nacht zum 1. Mai 2019 gewarnt. „Entscheidend ist, dass andere nicht gefährdet oder geschädigt werden“, erklärte Herrmann in einer Pressemitteilung und kündigt konsequente Kontrollen durch die Ordnungskräfte an..

Die Stadt Schwandorf scheint es hingegen mit ganzjährigen „Wopergängern“ zu tun zu haben. Und die starten Aktionen bei denen nicht nur dem OB jeglicher Humor vergeht.

Gerade im Stadtpark, welcher eigentlich als Erholungsort für Jung und Alt dienen soll trieben „Vandalen“ ihr Unwesen regelmäßig . Die Sitzbank- und Tischkombination, die beim Beachvolleyballplatz stand wurde im Sommer 2018 von unbekannten Tätern zerschlagen und angezündet!
Vor allem in den Sommermonaten werden im Stadtpark Bänke zerschlagen, Spielgeräte beschmiert und Abfalleimer aus den Verankerungen gerissen. Für den städtischen Bauhof ist es einfach nicht mehr möglich die so verursachten Beschädigungen zeitnah zu reparieren, daher werden nicht mehr alle Bänke und Spielgeräte ersetzt. Auch die 2012 angepflanzte Obstwiese wurde schon öfters durch mutwillige und sinnlose Beschädigungen arg in Mitleidenschaft gezogen. Da diese Zerstörungen ,ganze Bäumchen wurden herausgerissen und Äste abgebrochen immer öfter vorkommen, musste auf die Wiedereinpflanzung einiger Bäume verzichtet werden.

Pflanzten zwei Hochstammapfelbäume Oberbürgermeister Andraes Feller, Adriana Feldmeier und Jürgen Diller (von links nach rechts). © Stadt Schwandorf, Josef Fischer

Vergangene Woche konnten jedoch durch Herrn Oberbürgermeister Andreas Feller, im Beisein von Adriana Feldmeier und Jürgen Diller vom städtischen Bauhof zwei Hochstammapfelbäume mit einem Stammumfang von 16cm neu gepflanzt werden. Es wäre für viele Schwandorferinnen und Schwandorfer eine Freude, von diesen Bäumchen in einigen Jahren die ersten Früchte ernten zu dürfen.

Bereits am 20. April wurde durch einen städtischen Verkehrsüberwacher die Beschädigung aller neun Glasfelder auf dem sogenannten „Tanzboden“ neben der Volkshochschule gemeldet. Die Polizei wurde verständigt und nahm die Ermittlungen auf. In unmittelbarer Nähe des Tatortes stellten die Beamten vier Granitsteine sicher, diese sollen nun einer DNA-Spurenauswertung unterzogen werden, um so eventuell die Täter ermitteln zu können. Die Schäden lassen darauf schließen, dass die Steine mit Vorsatz und großer Wucht auf die Glasteile geschleudert wurden. Nur so lässt sich die Tiefe mancher Löcher in der Glasoberfläche erklären. Zusätzlich ging noch eine Fensterscheibe eines Büros der Tourismusabteilung zu Bruch. Der entstandene Schaden wird mit ca. 40.000 Euro beziffert.

Eines der zerstörten Glasfelder des Tanzbodens beim Tourismusbüro. © Stadt Schwandorf, Josef Fischer

Oberbürgermeister Andreas Feller äußerte bei einer Begutachtung des entstandenen Schadens sein absolutes Unverständnis für solch eine Tat. Leider wird auch dieses Areal immer wieder mit Schmierereien, Beschädigungen und illegaler Abfallentsorgung verunstalte Warum manche Menschen ihre überschüssigen Kräfte so sinnlos freien Lauf lassen, entzieht sich unserer Kenntnis.

PM Stadt Schwandorf, Bay. Innenministerum, Thst