Inhalt mancher Papiertonnen bereitet Probleme

Auf dem Bild sieht man Vieles, das nicht in die Papiertonne gehört. Zu sehen sind die Fehlwürfe einer einzigen Tagessortierung, und zwar aus der Abfuhr der Papiertonnen am 06. Mai. Bild © Michael Mohr, Firma Lober

In Corona-Zeiten ist es zwar geboten, dass Plastikabfälle wie zum Beispiel Joghurtbecher nicht in den Wertstoffsack, sondern in die Restmülltonne geworfen werden, wenn der Joghurt von Patienten gegessen wurde, die Symptome auf Corona aufweisen oder in häuslicher Quarantäne sind (vgl. unsere Pressemitteilung Nr. 21 vom 25. März).

Nicht sachgerecht ist aber, was zurzeit in einigen Papiertonnen vorgefunden wird. Seit Beginn der Ausgangsbeschränkungen ist ein erhöhter Anteil an Fehlwürfen zu beklagen. Offensichtlich fällt in den privaten Haushalten vermehrt Restmüll an, den die Restmülltonne nicht mehr fassen kann. Anstelle eines zusätzlichen Restmüllsackes, der für vier Euro in jedem Rathaus zu erwerben ist, wird die Papiertonne als zusätzliche Restmülltonne genutzt. Die Abfallwirtschaft des Landkreises und die Entsorgungsunternehmen im Landkreis appellieren deshalb an die Bevölkerung, die Papiertonne nicht für spartenfremde Abfälle zu missbrauchen. „Der Inhalt der Papiertonnen ist zum Teil stark verschmutzt und hat nichts mit Papier zu tun“, beleuchtet Pressesprecher Hans Prechtl die derzeitige Situation und bittet, „die Papiertonne wieder wörtlich zu nehmen“.