Ministerpräsident Markus Söder ruft in der Corona-Krise den Katastrophenfall für Bayern aus!

In Bayern gilt laut Ministerpräsident Söder wegen der Corona-Pandemie ab sofort der Katastrophenfall. Geschäfte für die alltägliche Versorgung dürfen bis 22 Uhr öffnen, zusätzlich auch Sonntags von 12 bis 18 Uhr. Freizeiteinrichtungen schließen.

Mit der Ausrufung des Katastrophenfalls greift die Staatsregierung zu einem Mittel, das in der Regel bei Naturkatastrophen zum Einsatz kommt — meistens sind das in Bayern Überschwemmungen oder Schneemassen.

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus schränkt Bayern das öffentliche Leben stark ein. „Wir rufen den Katastrophenfall aus“, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) in München. „Das gilt ab jetzt zu diesem Zeitpunkt.“ Das gebe den Behörden umfangreiche Möglichkeiten einer klaren Steuerung. „Die jetzigen Maßnahmen gelten zum Teil für 14 Tage.“

Veranstaltungen sind laut Söder bis zum Ende der Osterferien am 19. April generell nicht mehr erlaubt. Es gebe zum jetzigen Zeitpunkt keine Ausgangssperre, jeder solle aber selbst überlegen, „ob er rausgeht und welche Kontakte er hat“.

Einschränkungen in der Gastronomie
In der Gastronomie dürfen nur noch Speiselokale und Betriebskantinen öffnen — von 6 bis 15 Uhr, wie Söder sagte. Es dürften maximal 30 Menschen darin aufhalten, jeweils mit einem Abstand von 1,5 Metern.

Schließung sämtlicher Freizeiteinrichtungen
Von Dienstag an schließen dem Ministerpräsidenten zufolge sämtliche Freizeiteinrichtungen: Badeanstalten, Kinos, Bars, Spielhallen, Theater, Hotels, Museen, Stadtführungen, Sport- und Spielplätze, Fitnessstudios, Tanzschulen, Tierparks, Fort- und Weiterbildungsstätten, Volkshochschulen, Jugendhäuser und Musikschulen.

Bestimmungen für Geschäfte
Darüber hinaus werden am Mittwoch im Freistaat Geschäfte geschlossen, die nicht für die Grundversorgung notwendig sind. Geöffnet bleiben laut Söder Lebensmittelgeschäfte, Getränkemärkte, Banken, Drogerien, Apotheken, Bau- und Gartenmärkte, Postfilialen, Läden für Tierbedarf. Die Öffnungszeiten für diese Geschäfte werden verlängert: werktags bis 22.00 Uhr, darüber hinaus können sie auch Sonntag von 12.00 bis 18.00 Uhr öffnen.

Quwelle: Bayeriswche Staatskanzlei/BR24