Zweiter Bauabschnitt für den Gesamtabschluss der Deponie-Rekultivierung südlich des Geotops derzeit in Arbeit Baufeldfreimachung des Westfeld-Damms von Wurzelstöcken im südlichen Bereich der ehemaligen Deponie. in Kürze beendet.

Schweres Baugerät ist auf dem ehemaligen südlichen Wackersdorfer Braunkohlelager und Deponiegelände im Einsatz: Vor einigen Wochen begannen die Rekultivierungsmaßnahmen auf dem nördlichen Abschnitt des Westfeldes unterhalb des Geotops. Die Kosten für die Rekultivierung belaufen sich auf mehr als zehn Millionen Euro. Das Geotop wird von den Arbeiten nicht berührt. Der knapp fünf Hektar große nördliche Abschnitt der Deponie bildet den zweiten Bauabschnitt zum Gesamtabschluss der Rekultivierung der Westfeld-Deponie. Der erste südwestliche Bauabschnitt umfasste rund 20 Hektar. Für über 15 Millionen Euro entstand in den Jahren 2013 bis 2016 eine naturschutzfachlich wertvolle. strukturierte. hügelige Naturlandschaft mit Magerrasenfiächen und Totholz-Steininseln die, die Ansiedlung bedrohter Tier und Pflanzenarten begünstigt. „Basierend auf den positiven Erfahrungen aus Bauabschnitt 1 wird bis Ende kommenden Jahres (2020) der jetzige Bauabschnitt 2 rekultiviert“. erläuterte Andreas Stake, Uniper-Projektleiter für das Oberpfälzer Seenland. “

Stake betonte: „Persönliche und gesundheitliche Sicherheit sowohl für die Mitarbeiter von Uniper und den beauftragten Firmen als auch für Besucher und Passanten außerhalb des Baufeldes haben bei uns höchste Priorität. Aus diesem Grund sind für die jetzige Bauphase rund um das Westfeld-Gelände entsprechende Schutzeinrichtungen geschaffen worden.“ Unter anderem wurden eine Zugangskontrolle auf das Gelände eingerichtet und das Arbeitsfeld im Bauabschnitt 2 unterhalb des Geotops zusätzlich komplett eingezäunt. Der Zaun entlang des Geotops verläuft auf Höhe des Besucherpfades und der Aussichtsplattform. Die tatsächliche Arbeitsfeldgrenze befindet sich mit entsprechendem Sicherheitsabstand deutlich unterhalb des Zauns. Die Arbeitsgrenze ist gut erkennbar mit gelben Pflöcken temporär gesichert. so dass ein Eingriff in das Geotop durch die Arbeiten ausgeschlossen ist. „Auch für Uniper hat das wertvolle Geotop eine sehr große Bedeutung und ist ein wesentlicher Baustein der Bergbaufolgelandschaft“, stellte Stake klar. Der jetzt zu bearbeitende Bauabschnitt 2 umfasst unter anderem die tiefsten (30 Meter) Abschnitte des insgesamt gut 80 Hektar großen ehemaligen südlichen Wackersdorfer Braunkohle-Tagebaus Westfeld. Da sich dort auch die Entwässerungsbecken befinden, sind entsprechend aufwändige Verrohrungsarbeiten geplant. Das oberflächennahe Wasser wird wie schon bisher langfristig in der eigens dafür Vorhandenen Kläranlage gereinigt. Pro Stunde fallen durchschnittlich 50 Kubikmeter Oobernäcnenwasser an. Derzeit werden die entsprechenden Vorbereitungen getroffen, Gemäß der geplanten künftigen Landschaftsmodellierung werden die Vorhandenen Abdeckmatenahen uno Bodenstrukturen umgelagert und verfestigt. Je nach Untergrund und Bestandteilen werden anschließend geeignete Abdichtmaterialem überwiegend Tonmatten verbaut. An den Böschungen der Entwässerungsgräben kommen Kunststoffdichtungsbahnen zum Einsatz. Darüber wird im jetzigen Bauabschnitt 2 eine rund 1,2 Meter dicke, spezifisch zusammengesetzte und geprüfte natürliche (Mutter-)Bodenschicht auf das rund 50.000 Quadratmeter umfassende Rekultivierungsgelände aufgebracht. Die Uferböschungen im unmittelbaren Bereich des EnMässerungssammelbeckens werden ebenso wie die Entwässerungsgräben und Retentionsbecken mit rund 30.000 Tonnen Wasserbausteinen gegen Erosion geschützt. Zum Abschluss erfolgt auf dem neuen Mutterboden die Nassansaat der Grünflächen. „Nach unseren Planungen und vorbehaltlich der Erteilung aller notwendigen Genehmigungen wollen wir Mitte kommenden Jahres auch mit dem abschließenden Bauabschnitt 3, der Rekultivierung des sogenannten Westfeld-Damms beginnen“. gab Stake einen Ausblick in die Zukunft. Ende vergangenen Jahres starteten die ersten notwendigen Vorarbeiten auf dem 30 Hektar großen Areal im südöstlichen Bereich des Westfeldes. Der frühe Zeitpunkt wurde aus Naturschutzgründen gewählt da Fällarbeiten nur in der kalten Jahreszeit zwischen Oktober und Ende Februar zulässig sind. Etwa ein Drittel des Westfeld-Damms wurde daher von seinem Bewuchs (Bäume.. Sträucher, Wildwuchs) freigemacht. Die Arbeiten konnten pünktlich Ende Februar 2019 beendet werden. Nach einer weiteren ökologischen und biologischen Begutachtung wurde das Gelände zur weiteren Räumung Ende Juli naturschutzfachlich freigegeben. Derzeit werden die verbliebenen Wurzelstöcke ausgegraben sowie das Fällgut zur thermischen Verwertung zerkleinert. Diese Arbeiten werden voraussichtlich im Spätsommer beendet sein. Mindestens 12 Millionen Euro wird Uniper investieren. um den Dammbereich mit leichten Erhebungen neu zu profilieren und in einen ökologisch wertvollen Zustand mit einem stabilen und nachhaltigen Natur und Stoffhaushalt zu versetzen. Diese Arbeiten werden planmäßig mindestens bis Ende 2022 dauern.