Rendite auch für die Umwelt! Bürgerenergie Mittlere Oberpfalz eG

Bilanzpressegespräch 2019 bemo Bild: ©thomasstarringer

Die bemo (Bürgerenergie Mittlere Oberpfalz) ist eine Bürgergenossenschaft, mit der Zielsetzung, den Anteil regenerativer Energien an der Energieversorgung im Landkreis Schwandorf zu erhöhen. Damit will man einen regionalen Betrag zur Energieversorgung leisten aber gleichzeitig auch die Wertschöpfung vor Ort belassen. Jeder der aktuell 350 Genossen hat unabhängig von seinen Anteilen eine Stimme. Vorstand, Aufsichtsrat und Lenkungsgruppen arbeiten ehrenamtlich. Anteile gibt es ab 500 Euro.

Es ist eine Erfolgsgeschichte mit stetiger Aufwärtsentwicklung so die Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder als die aktuelle Bilanz der Bürgerenergie Mittlere Oberpfalz (Bemo) der Öffentlichkeit präsent wurde. 2011 war die Genossenschaft mit 150 Mitgliedern gegründet worden, inzwischen sind es 350. „Darunter sind viele private Anteilseigner, aber auch viele Komunen“, erläuterte Vorstandsmitglied Ernst Bräutigam. Die Anteilseigner rekrutieren sich dennoch getreu dem Motto fast ausschließlich aus dem nördlichen Landkreis.

Wichtigste Projekte Genossenschaft: PV-Anlagen auf der Mittelschule Nabburg, auf dem Bauhof Oberviechtach und dem Feuerwehrhaus Wildeppenried sowie der ehemaligen Sparkasse Nabburg, PV-Freiflächenanlagen in Perschen und Schmidgaden, Beteiligungen an Windkraftanlagen in Berching und Penting bei Neunburg. Die bemo ist ausserdem seit 2016 im Besitz einer Windkraftanlage in Trogen bei Hof

Mit 500 000 Euro war man 2011 gestartet, inzwischen geht es ums Zehnfache. Die Anteile stiegen von 1000 auf 5200, das Kapital wuchs von 500 000 Euro auf 2,6 Millionen Euro. Das bescherte 2018 einen Bilanzgewinn von rund 85 000 Euro – und Steuern in Höhe von 23 000 Euro. Die Verbindlichkeiten lagen 2018 bei 225 000 Euro. Seit 2014 konnte so für die Anteilseigner eine Dividende von drei Prozent ausgeschüttet werden.

Nicht zuletzt waren dann auch die KW – Zahlen von Interesse: rund 8.000000 KW hat die bemo in 2018 in das Netz eingespeist. Damit könnte man rund 2000 durchschnittliche Haushalte ganzjährig mit Strom versorgen.