Schwandorfs neue Citymanagerin und das kommunale Personalkarussell im Sommer 2021

Natalie Schmiede ist die neue Citymanagerin der großen Kreisstadt Schwandorf Bild © thomasstarringer

In der großen Kreisstadt tut sich etwas in Sachen kommunale Stellen: Zuletzt der Weggang von Citymanager Roland Kittel, mit Ihm wurde vor drei Jahren diese Stabstelle in SAD geschaffen. Schnell konnte sie neu besetzt werden: Natalie Schmiede heißt seine Nachfolgerin, 27 Jahre jung aus der Nähe von Köln stammend. Frau Schmiede ist derzeit noch Doktorandin an der Universität in Gießen und deswegen bis Dezember sozusagen in Teilzeit. Überhaupt liest sich ihr universitärer Werdegang beeindruckend:

B. Sc. Geographie JLU Gießen, mit den Schwerpunkten Einzelhandel und E-Commerce
Master Urbane Geographie Humboldt-Universität Berlin, Schwerpunkt: Mobilität und Logistik
Doktorandin der Wirtschaftsgeographie, Justus-Liebling-Universität Gießen, Schwerpunkte: Last Mile Logistics, Innovationen in Grenzregionen, Unternehmerische Standortwahl

Bayerisch, malerisch schön findet sie die Innenstadt aber mit hohem Verkehrsaufkommen. Da sind wir natürlich gleich bei einem Thema das sie wohl beschäftigen wird und in dem sie auch mittendrin sein wird, nicht nur Beruflich sondern auch privat den Natalie Schmiede hat sich bereits eine Wohnung erfolgreich gesucht in Schwandorf, in der Innenstadt.

Auch sonst dreht sich die Scheibe während Corona in einer für den Landkreis Schwandorf bemerkenswerten Frequenz. In Schwandorf selbst sind gleichzeitig als Abgänge zu verzeichnen: Leonie Flachsmann verlässt nach drei Jahren Stadtbibliothek, Frau Dr. Lanzel verlässt nach zwei Jahren in diesem Monat noch das Oberpfälzer Künstlerhaus. Beide Stellen sind ausgeschrieben aber noch nicht neu besetzt.

OB Andreas Feller (vorne links) und Leonie Flachsmann, Bibliotheksleitung (vorne rechts) präsentierten im Oktober 2020 stolz die Urkunde, die die Anerkennung der Stadtbibliothek als Ausbildungsbibliothek für Fachangestellte für Medien- & Informationsdienste bestätigte. Bild: Stadt Schwandorf Maria Schuierer

In Nabburg besetzte man erst kurz vor der Pandemie Stadtarchiv und Tourismusbüro ruhestandsbedingt neu, beide Stellen mussten aber diesen Sommer erneut neu besetzt werden da sich die Inhaber beruflich und geographisch erneut neu orientierten.

In Schwarzenfeld mit Tobias Reitmeier und in Nittenau mit Alexandra Oppitz wurde jeweils die Stabstelle Tourismus und Öffentlichkeitsarbeit neu geschaffen und besetzt.

Für das Gebiet rund um Schwarzenfeld und Fensterbach wurde auch mit Johann Waal ein neuer Fleischbeschauer berufen. Ein neuer Kinderpsychologe Dr. Florian Schalkhaußer tritt seine Tätigkeit im Landkreis an und das Regionalmarketing der Oberpfalz hat mit Manuel Köppl einen neuen Geschäftsführer.

Nicht zu vergessen die neue Leitung der Feuerwehren im Landkreis, nachdem Kreisbrandrat Robert Heinfling in den Ruhestand verabschiedet wurde, und viele andere Stellen rund um, und in den Verwaltungen mehr.

Andres sieht es bei den Erziehungsbeauftragten aus hier herrscht immer noch eine große Vakanz an Stellen in der gesamten Mittleren Oberpfalz. Erfreulich ist aber das die Kommunen nun zum September ganz ordentliche Zahlen melden was die Einstellung von Auszubildenden in den diversen Gewerken anbelangt.In Wackersorf konnte man mit Marion Schmid erfreulicherweise eigenen Nachwuchs übernehmen, mit Auszeichnung!

Foto: Marion Schmid (Mitte) hat nach ihrem exzellenten Ausbildungsergebnis als Verwaltungsfachangestellte im VG-Rathaus. Zur bestandenen Prüfung und zum Arbeitsvertrag gratulierten (v.l.) Armin Kellermann vom Personalrat, Ausbildungsleiterin Elke Mandl-Kimmer, Wackersdorfs Bürgermeister Thomas Falter, Steinbergs Bürgermeister Harald Bemmerl und Hauptamtsleiter Reinhard Schuß. Nachweis: Michael Weiß/VG Wackersdorf

Nun ist ja neben der üblichen Neubesetzung von Ruhestandabgängen ein „frischer Wind“ immer zu begrüßen. Auffällig ist jedoch der Trend das hochqualifizierte innovative Leute aus dem gesamten Bundesgebiet zunächst eingestellt werden aber dann nach 2 – 4 Jahren wieder abwandern. Dies wird wohl für die weitere Entwicklung der Region eine Aufgabe werden sie zu halten oder die Stellen mit regionale Kräften zu besetzen um sie auch in die erforderliche Kontinuität zu bringen.