Wie birgt man eine Muschel? Schulkinder und Regierungspräsident lernen am Eixendorfer See

Es war nicht nur eine außergewöhnliche Aktion in Sachen Umweltbildung, sondern auch ein Signal des Zusammenhalts vor Ort: Die Umweltbildungsaktion „Muschelbergung am Eixendorfer See“.

Gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der Grund- und Mittelschulen Neunburg vorm Wald und Rötz informierten sich der Regierungspräsident der Oberpfalz, Axel Bartelt, der 1. Bürgermeister der Stadt Neunburg vorm Wald, Martin Birner, der 1. Bürgermeister der Stadt Rötz, Dr. Stefan Spindler, sowie die stellvertretende Landrätin des Landkreises Schwandorf, Birgit Höcherl über die Hintergründe und die Vorgehensweise der Muschelbergung. Teilnahmen auch der Leiter des Wasserwirtschaftsamts Weiden, Mathias Rosenmüller, der 1. Vorsitzende des Fischereivereins Neunburg, Michael Throner, sowie Vertreter der Koordinationsstelle für Muschelschutz in Bayern an der Technischen Universität München.

Der Eixendorfer See wird derzeit abgesenkt, um Baumaßnahmen durchführen zu können. Durch die Absenkung des Wassers müssen die im See lebenden Muscheln, darunter auch geschützte Arten wie die Große Teichmuschel und die Malermuschel, geborgen und in sogenannten Ersatzhabitaten in Sicherheit gebracht werden. Angeleitet und umgesetzt wird dies von der Koordinationsstelle für Muschelschutz der Technischen Universität München. Die Experten standen den interessierten kleinen und großen Besuchern der Umweltbildungsaktion für die vielen Fragen, wie z.B. „Wie pflanzen sich Muschenl fort“, „Woran erkennt man das Alter von Muscheln“, etc. zur Verfügung und erklärten Wissenswertes rund um die Muscheln im Eixendorfer See.

„Dass sich heute über 150 Schülerinnen und Schüler an der Umweltbildungsaktion beteiligt haben, zeigt, wie sehr sich schon unsere Jüngsten für den Eixendorfer See und alles, was zu ihm gehört, interessiert“, bekräftigte Regierungspräsident Axel Bartelt, der sich als Initiator des Runden Tisches bereits seit einigen Jahren für einen intakten Eixendorfer See einsetzt. Er dankte allen Beteiligten, insbesondere dem Wasserwirtschaftsamt, dem Fischereiverein Neunburg vorm Wald, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der TU München und den Schulen, diese Aktion ermöglicht zu haben. „Es war zum einen sicherlich sehr spannend zu erleben, wie Umwelt- und Artenschutz in der Praxis funktionieren, und nicht nur in der Theorie eines Schulbuchs“, so Bartelt. „Wir haben heute aber auch erneut gesehen, dass wir – wenn wir alle zusammenhelfen – gemeinsam viel erreichen können. Insbesondere, wenn es um einen sauberen Eixendorfer See – und damit um unsere Heimat – geht.“

Ein „Naturschauspiel“ gab es dann noch sozusagen obendrauf: Oberpfälzer Wattlandschaften die durch die Absenkung des Sees entstehen, die ganze Fotoreportage finden sie unter hier: